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Kinderlärm – Der ständige Streit Drucken E-Mail
Donnerstag, den 02. April 2009 um 15:42 Uhr

Der „Lärm“, der von Kindern, gerade von den Jüngsten, ausgeht, ist leider häufig Anlass für gerichtliche Auseinandersetzungen. Die Kinder halten sich nicht an die Ruhezeiten in der Hausordnung, laufen und springen in der Wohnung, spielen evtl. auch mal mit dem Ball und rufen und lachen wohlmöglich auch noch laut.

Die Nachbarn, die unter oder neben der Wohnung der Familie wohnen, fühlen sich nun in ihrer Ruhe gestört und pochen auf Unterlassung der Ruhestörung und Einhaltung der Hausordnung.

 

Eben solchen Fall hatte auch das Amtsgericht Hamburg-Wandsbek im Sommer 2003 zu entscheiden (Urteil vom 23.07.2003, Az. 712 C 175/03) .

Die unter der beklagten Familie (zwei Kinder, 2 Jahre sowie 1 Monat alter Säugling) wohnenden Kläger beantragten, die Eltern gegen Androhung eines Zwangsgeldes zu verurteilen, es zu unterlassen die Kinder während der in der Hausordnung festgesetzten Ruhezeiten in der Wohnung laufen, trampeln und schreien oder kreischen zu lassen.

Die Klage wurde abgewiesen.

Das Gericht hat zunächst festgestellt, dass aus der Hausordnung allein Ansprüche zwischen Vermieter und Mieter, nicht jedoch direkt zwischen den Mietern untereinander herzuleiten sind.

Ein Anspruch der Kläger könne sich nur aus einer Störung des Besitzrechts ergeben, sofern die Kläger nicht zur Duldung der Beeinträchtigung verpflichtet sind.

Eine solche Duldungspflicht hat das Gericht bejaht und u.a. ausgeführt, dass Trampel- und Kreischgeräusche, insbesondere von Kleinstkindern und Säuglingen, auch während der Ruhezeit von den Klägern als sozialadäquat zu dulden sind.

Dem 2jährigen Sohn und der neugeborenen Tochter der Beklagten sei aufgrund ihres alterstypischen Verständnisses vonseiten der Eltern nicht zu vermitteln, dass sie während bestimmter Zeiten bestimmte alterstypische Geräusche und Verhaltensweisen einzuschränken haben.

AG Hamburg-Wandsbek 712 C 175/03

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10.01.06 Rechtsanwalt Tim O. Becker

Kommentare

avatar Adelbert Rademacher
-1
 
 
Über mir wohnt eine Familie mit 2Kindern eines davon behindert Ich fühle mich belästigt dadurch daß die Kinder ab ca.20.00Uhr bis pünktlich 22.30Uhr in der mWohnung Bobbycar fahren,Ball spielen ,Fangen mit den Eltern spielen usw.ich habe Frühschicht muß um 3.00Uhr morgens aufstehen die Lärmverursacher sind über 1Jahr arbeitslos und schlafen tagsüber in Himmlischer Ruhe ich komme nach13Stunden nach Hause und möchte mich erholen ein Gespräch scheiterte mit der Begründung meie Kind ist behindert und darf machen Lärm soviel will.Die Hausverwaltung weist alles von sich ab und meint dann holen Sie doch die Polizei.
Habe was vergessen ich bin Eigentümer die Familie über mir sind Mieter,der Vermieter will nur seine Miete.
Gilt da auch das Urteil muß ich eventuell mein Eigentum verkaufen um meine Nachtruhe zu erhalten.
M.f.G. Adelbert Rademacher
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avatar Vater
-5
 
 
ich sage nur Pech.
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avatar Beili
+7
 
 
Mein Mitgefühl haben Sie! Kinder in allen Ehren, aber die Rechtsprechung gewichtet zu einseitig, so dass man sich von unsozialen Müttern und /oder Vätern alles gefallen lassen muss. Kinder müssen nicht alles dürfen, um glücklich aufzuwachsen. Grenzen setzen gehört zu guter Erziehung. Das Erlernen von Rücksichtnahme ist wichtig für spätere Sozialkompetenz.
Durch die aktuelle Rechtslage bzw. deren Ausnutzung durch Eltern werden lauter unkooperative Egoisten herangezogen, armes Deutschland!
Die Richter, welche solch kinderfreundlic he Entscheidungen treffen, wohnen selbst bestimmt in angenehm ruhiger Lage! Nicht jeder kann sich solches leisten.
Herr Rademacher, ich rate Ihnen zu Ohrstöpseln aus Schaumstoff, die schotten den Krawall ab und lassen den Wecker durch. Ich benutze sie seit Jahren, stehe an 7 Tagen die Woche um 5 Uhr auf und habe neben meinem Schlafzimmer eine 6-köpfige Familie von Egomanen.
Ach ja, lassen Sie doch einfach mal Ihren Wecker auf höchster Lautstärke 1 Stunde laufen (sofern es ein elektronischer ist müsste das gehen). Sowas kann man in der morgendlichen Eile schon mal vergessen, und vielleicht merken die Nachbarn dann, wie schön nächtlicher Radau ist, wenn sie selbst nicht mehr ungestört ausschlafen können...
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avatar Jack
-2
 
 
Hallo Beili,
kann mich hier nur anschließen. In der Wohnung über mir habe ich auch Leute die meinen, dass Kinder alles dürfen. Anfangs habe ich versucht, mit der Mutter des Kindes zu reden. Ich wollte einfach am Wochenende ausschlafen und nicht von Kinderlärm um 6 Uhr geweckt werden. Wenn ich mich dei der Dame wieder einmal beschwere, macht sie dieTür nicht mehr auf. Dann ruft sie die Polizei, weil sie sich von mir bedroht fühlt. Da kann man doch durchdrehen! Da wird man terrorisiert und man wird als Schuldiger hingestellt. Kein Wunder, dass die Menschen irgendwann Amok laufen.
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avatar Lena
-4
 
 
Ihr spinnt doch.
Wie bitte sagt man einem Säugling,er solle ab 18 Uhr bitteschön nicht mehr schreien?!
Soll die Mutter ihn knebeln und fesseln oder was?
Die meisten Eltern leben schon in Angst,irgendjemand könnte sie wegen des natürlichen Krachs der Kinder anscheißen und versuchen wo es geht ihre Kinder ruhig zu halten...
Sagt mir eins:was sollen die Eltern machen?
regelmäßig Ritalin verabreichen,Kinder verprügeln oder was?
Kein Wunder,dass sich hier keiner mehr Kinder anschaffen will.
Aber Sozialbashing tut ja so gut,nicht wahr?
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avatar Mausi
+7
 
 
Hallo Lena,
wie kann ein Mensch überhaupt nur so eine Meinung haben?????
Es geht hier nicht nur um Kleinstkinder, die noch nicht begreifen, sondern um Kinder im allgemeinen, deren E l t e r n "den Schuß nicht mehr gehört haben" und ihre Kinder als "Waffe" nutzen! Dann können sie selbst schön alle Beschwerden abwimmeln und alles auf "die lieben Kinderchen" schieben =
primitiv, unverschänt, arrogant und egoistisch!
Was habe ich mit dem stunden-/tage-/jahrelangen überdrehten Kinderlärm am Kopf, wenn ich kein eigenes Leben in meinem Sinne führen kann?
Es kann doch wohl nicht angegehen, dass ich mein Leben in meiner eigenen Wohnung von einer rücksichtlosen, egoistischen Familien bestimmen lassen muß und noch nicht einmal schlafen kann, wann ich muß oder will - wo sind wir hier eigentlich gelandet?????
Die Kinder werden mittlerweile auf einem 24-karätigem Goldtablett getragen und die Erwachsenen, oder Alten, haben keinerlei Rechte, nur Pflichten. Alles hat ein Ende und bei aller Liebe zu Kindern, dass sie wie eine "heilige Kuh" ohne jegliche Grenzen und Anleitungen für ihre späteres Leben einfach sich selbst überlassen werden - wo soll das enden?
Es gibt eh` schon genug Kriminalität und es wird somit noch mehr! Nur weiter so mit der Kinderverherrli chung - alle werden selber noch erleben, was sie sich selbst und der Zukunft damit antun - armes Deutschland!
Liebe Grüße
Mause
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avatar Molly
0
 
 
Hallo Mausi,

bin total Deiner Meinung. Kann alles 10x unterstreichen!!!

MfG, Molly
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avatar Holano
+2
 
 
Hallo Mausi,

bravo, das könnte ich geschrieben haben, vollkommen richtig, man sieht ja heute schon, wohin das Aufwachsen der Kinder ohne Erziehung geführt hat; und es gibt tatsächlich viele Leute, die erstaunt sind über das Verhalten der heutigen Jugend (der heutigen Chaoten). Ein Erwachsener ist doch für die kranken Kinder nur noch Dreck. Aber daran ist auch und vor allem die Politik schuld.

LG
Holano
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avatar Alexandra
-1
 
 
Hallo zusammen!

ihr überseht alles das Problem von Eltern in heutiger Zeit.
Klar gibt es Ausnahmen und kleine Kinder sollten um 22 Uhr generell nicht wach sein.
Meine Tochter (3 Jahre) liegt spätestens um 19:30 im Bett. Wenn sie aber mal krank ist kann es vorkommen, dass sie auch später noch weint. Das sollte ein Nachbar dann einfach mal hinnehmen.
Wir haben eine neue Nachbarin (die wußte das Kinder im Haus sind), die sich dauerhaft beschwert.
Das Kind läuft durch die Wohnung (ich aber auch), das Kind redet im Treppenhaus, das Kind ruft sonntags morgens "Mama".
Soll ich als Mutter meinem Kind deshalb das "LEBEN" verbieten?
Oder kann ich einfach mal Toleranz erwarten.
Auch wir sind tolerant, wenn sie abends laut Musik hört oder 20mal am Tag auf ihren defekten Fernseher klopft.
Eine Weile habe ich meiner Tochter wirklich "verboten" im Treppenhaus einen Muks von sich zu geben. Mittlerweile bin ich lockerer geworden und sie darf wieder lachen, weinen und rufen ...denn sie ist noch ein KIND ... und wir waren doch alle mal Kinder, oder?
Musstet ihr eure Kindheit durch immer leise sein und schon mit 2, 3 oder 4 Jahren ständig leise sein?
Dann wundert mich nicht, dass Erwachsene heute soviel Müll reden, denn das haben sie ja in ihrer Kindheit dann versäumt :-)

Nehmt euch mal ein Beispiel an Italienern oder Spaniern ... die sehen das alles ganz cool und leben "friedlich" miteinander.

Armes Deutschland, oder?!!
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avatar hannoveraner
+1
 
 
Hallo Lena
Hier gehts nicht um säuglinge sondern um kleinkinder die um 20 uhr im bett sein sollten und nicht um 23 uhr das haus auf trapp.
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avatar molly
+2
 
 
ich denke auch, dass der Punkt Rücksichtnahme über die eigenen vier Wände hinaus ein immer mehr vernachlässigter Punkt in der Erziehung ist. Mein Mann und ich sind schon sehr verzweifelt. Über uns wohnt eine Familie, die Niemand so als unsozial bezeichnen würde, immer alles schick, alles vom Feinsten, immer super fröhlich den anderen Mitmietern im Haus, immer für ein nettes Gespräch zu haben, außer für uns. Wir wohnen bald sechs Jahre in diesem Haus, fühlen uns auch sehr verbunden, ich kenne das Haus seid 30 Jahren, habe Freunde hier. Vor drei Jahren sind unsere Übermieter eingezogen. Unser Verhältnis zu denen war eigentlich von vornherein gestört, da wir es gewagt haben, darum zu bitten, die ständig zuknallenden Fenster (waren auf Kipp und keiner war da) zu schließen. Da wird einfach gelogen, die waren zu. So, das erste Kind von denen kam auf die Welt. Wollte es nachts nicht schlafen, wurde einfach ein Wannenbad eingelassen und lauthals gebadet. Permant tragen die Eltern ihre Bikerboots und Absatzstiefel in der Wohnung, dass ich schon dachte, sie schlafen damit. Davon wird man wach, wenn es auf den Fliesen klappert (beides Ärzte gehen früh oder nachts aus dem Haus). Es hat zwei Jahre gedauert, sie davon zu überzeugen, jetzt gehen sie teilweise ohne Schuhe. Vor 1.5 Jahren kam das zweite Kind zur Welt. Seit es geboren ist, schreit es die meiste Zeit. Bei dem beruflichen Hintergrund der Eltern gehe ich mal davon aus, dass das Kind gesund ist. Wir haben unser Bett unter dem Schreikindzimme r abgebaut, es steht nun im Keller. Wir schlafen im Wohnzimmer auf einer Matratze, die man schnell hochkant stellen kann, wenn Besuch kommt. Selbst im schräg darunter gelegenden Zimmer hört man jeden Schrei des Kindes. Manchmal halbstündig, mal alle zwei Stunden. Es ist ein Kreischen, wie aus Panik. Dann wird halt mal um 3.20 Uhr !!! die Wanne voll gemacht und fröhlich gebadet, "Ja, prima, nochmal super machst du das, plansch nochmal, ja!" wird die Kleine ermuntert. Lernt man so nachts abzuschalten, wenn die Eltern den Kindern Halligalli bieten, wenn nachts geschrien wird? Das Kind mußte seit es sechs Monate alt war im eigenen Zimmer allein schlafen. Meist ist es die Mutter, die dann mehrmals hinstampft und auch noch die Türen klappen läßt. Ich kann nicht verstehen, wie manche Leute ihre Kinder jede, wirklich jede Nacht schreien lassen. Sobald die Mutter hingestampft ist, ist das Kind ruhig. Stampft sie weg, dauert es max. 2 Stunden und das Kind kreischt wieder. Vor einem Halben Jahr, da haben wir noch ein paar Worte gewechselt, erzählte die Mutter mir, wenn sie gar nicht mehr kann, stellt sie einfach das Babyphone aus (das Elternschlafzim mer ist direkt nebenan, nein es müssen die Türen geklappt werden). Ich war so platt, weil das Kind fast zwei Stunden am Stück geschrien hat in der Nacht davor und mein Mann und ich wach lagen und überlegt haben die Feuerwehr zu rufen, weil ja keiner hingegangen ist zum Kind. Schönen Dank, sie schläft und ihr Kind hält uns wach. Wir müssen auch fit sein am Tage. Am Tag wird das Kind am Bauch getragen und nachts schreit es allein vor sich hin. Oder: die Kinder bollern mit einem Regenschirm auf dem Boden um 5.30 Uhr in der Früh. Im Treppenhaus verbietet die Mutter es den Kindern aber über den Nachbarn dürfen sie es? Oder: die Mutter spielt morgens um 6.30 Uhr Flöte. Die Kinder dürfen auch um 5.45 Uhr mit einer Kugel den freien Fall studieren. Sie dürfen auch früh morgens mit Mamas Pumps in der Wohnung auf und ab rennen, dass alle wach werden. Oder der Vater geht nachts zum schreienden Kind und spricht es so laut, dass wir es hören: "Warum weinst du so? Du mußt nicht weinen!" Dann äfft er sie nach, das hören wir alles mitten in der Nacht. Gestern Abend hatten wir unseren Vermieter bei uns, um ihm zum dritten Mal unsere Situation zu schildern. Er findet die Familie in Ordnung und er meint, mann könnte denen keine Vorschriften machen. So, jetzt zu uns: wir sind bestimmt auch mal laut, wir haben zwei Jungs, beide fünf. Und es geht! Man kann Rücksichtnahme erziehen! Meine Kinder fragen mich z.B. Mami, ist jetzt Mittagsruhe? Bei uns wird sich morgens nicht lauthals unterhalten. Hatten unsere Kinder Schlafprobleme, haben wir uns einfach dazu gelegt. Und nun? Wir sagen unseren Kindern, dass sie morgens ruhig sein sollen, weil unter uns Jemand wohnt und dann werden sie um sechs früh von zwei rutschenden Kindern geweckt (sie sind eigentlich klassische acht bis acht Schläfer), wie das rumst, da bebt die Decke. Unsere Rutsche steht im Keller, weil die unter uns sich beschwert hat. Unser Trampolin vergammelt im Garten hinterm Haus, weil die unter uns sich beschwert hat. Wir können mit den Eltern über uns nicht mehr reden, da ich schon als pöbelig bezeichnet wurde und mein Mann, der Diplomat vor dem Herrn, als Angreifer. Jetzt sind die Herrschafften erstmal zwei Wochen im Urlaub, juchhu schlafen. Was können wir tun?
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avatar Frau S.
+6
 
 
Hallo Lena,
es geht hier nicht um den normalen Kinderlärm. Das ist genau das, was man nicht mehr hören kann! Kinder sind eben Kinder, oder: was sollen wir denn machen?Fesseln und knebeln??
Nein liebe Lena(s), darum geht es gar nicht, aber bei verletztem Elternstolz gibt es offenbar immer nur schwarz oder weiß.
Es geht darum, den Kindern zu untersagen, nachts Bobbyvar zu fahren. Es geht darum, dass ein dreijähriges Kind durchaus verstehen kann, was es beudetet, wenn man ihm erklärt, dass es andere stört, wenn es eine halbe Stunde mit einem spielzeug auf dem Boden herumkloppt.
Oder darum, dass Kinder ab einem gewissen Alter auch verstehen können, dass man das Treppenhaus zum durchgehen benutzt und nicht zum spielen. Das sind die sachen die einen so aufregen.
Eltern, die sich darauf ausruhen, dass sie "eben kinder" haben. Damit wird dann ALLES was so passiert gerechtfertigt. Wie wäre es mal, wenn Eltern auch versuchen würden, ihren Teil dazu beizutragen, dass andere nicht gestört werden. Wenn ich zu meinem Geburtstag keine drei Freundinnen einladen kann, um in der Küche zusammenzusitze n, warum darf das kind unter mir den ganzen Tag in der Wohnung rumschreien, zusammen mit 20 anderen kindern und Topfschlagen auf dem Boden spielen? Versteh ich nicht ehrlich gesagt.
Das Stichwort ist GEGENSEITIGE Rücksichtnahme. Hier ist es aber mittlerweile so, dass es sich um eine einseitige Rücksichtnahmepfl icht handelt. Nämlich die den Kindern und ihren Eltern gegenüber.
Mfg
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avatar Molly
+1
 
 
Liebe Frau S.,

das ist ja genau meine Einstellung. Selbst ein einjähriges Kind versteht, dass unter ihm Jemand wohnt. Klappt selbst bei Jungs, wo alle immer sagen, die sind doch so laut. Klar fällt einem vielleicht mal etwas auf dem Boden, passiert auch mal einem Erwachsenen. Da gibt es sogar Menschen, die entschuldigen sich dann, wenn man sie im Treppenhaus trifft. Aber: wir werden JEDEN Morgen von irgenwelchen Schlaggeräuschen auf dem Boden geweckt. Spricht man die Mutter an, lügt sie:" Ne, also hat sie bis 8 Uhr geschlafen". Und wer hat uns um 5.30 Uhr geweckt, frage ich? Diese Frau läßt mich von oben herab abblitzen und geht einfach weiter.
Wenn ich meinen Kindern erkläre, das etwas mal nicht geht, weil unter uns Jemand wohnt, argumentieren sie schon:" Ja aber, die über uns wecken uns doch auch immer auf..." Es geht ja echt nicht darum , ALLES zu verbieten. Auf die richtige Argumentation kommt es doch an. Verständlich und logisch, das versteht der jüngste Mensch. Und ist sogar stolz darauf, etwas gelernt zu haben. Aus Angst, ihre Kinder könnten sich nicht zu Superintelligen zbolzen entwickeln oder bei ihren Kindern weniger beliebt zu sein, lassen solche Eltern alles zu. Sind wir echt zu bequem, unsere Kinder zu sozialen Wesen wachsen zu lassen?
LG, Molly
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avatar kriemhild
+3
 
 
Sie haben mein volles Mitgefühl - wir haben schon zweimal die Wohnung verloren, wegen solch toller Mitbürger und deren Abkömmlinge ! Da man als normaler arbeitender Mensch keinerlei Rechte diesen Leuten gegenüber hat, sind wir also umgezogen, denn eine andere Möglichkeit gab es nicht.
Wir hatten auch früher einmal vor, eine Wohnung zu kaufen. davon haben wir aber total Abstand genommen, denn dann ist ja auch noch der Fluchtweg versperrt.
Jedenfalls vertreiben sich besagte Nachbarn die Zeit weiterhin damit, neue Kinder zu zeugen. Sie haben ja auch Zeit dazu, denn Arbeit spielt in deren Leben keine Rolle. Wo sind wir bloß hingeraten ???
Ich hab ja gehört, dass es noch Leute gibt, die ihre Kinder erziehen...gesehen hab ich schon lange keine mehr, dabei konnte ich früher (!!!!) Kinder gut leiden.
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avatar Hexle
+2
 
 

Hallo an Alle -
Ich sehe es genauso wie Molly- es sind wirklich Eltern die zu bequem sind ihre Kinder zu "sozialen Wesen" wachsen zu lassen.
Wir haben dasselbe Problem mit den Nachbarn über uns. Sie behaupten - wir wären nicht kinderfreundlic h. Wohlbemerkt ich selbst habe/hatte 2 Kinder - d.h. also selbst Enten auf dem Wasser. Aber wenn die Eltern lügen - und Ihre Kinder dürfen alles tun - dann weiss ich nicht. Bei uns geht es lärmmässig um den Trittschall - den wir immer wieder hören. Entsetzlich!! es macht immer bum,bum,bum und die Kleine rennt barfüssig durch die Wohnung. krach-krach-kra ch - aber so ein Geräusch - man hat jemanden direkt trittmässig über bzw. auf dem Kopf - glaubt mir das macht einen kirre!!!! - Die Wohnung oben hat Parkett und in der ganzen Wohnung gibt es keinen
einzigen Teppich. Unser Verdacht ist auch, dass keine Dämmung eingebaut wurde. Und nun müssen wir alles erleiden!!! Ich werde langsam verrückt!!! - Das Kindergeschrei macht mir eigentlich wenig aus.Das ist m.E. befriedigend gedämmt. Schlimm ist das Gelaufe,Gestampfe immer über meinem Kopf. Und unser Nachbar empfindet sich im Recht!! Wir sollen Protokolll führen - zur Polizei gehen und irgendwann mal wieder bei ihm vorsprechen - war die liebevolle Antwort. Ansonsten können wir jetzt gehen..
Um das ganze zu toppen hat die Familie nun einen kleinen Hund/Welpen sich angeschafft - und nun hüpfen alle um den Hund herum und so weiter und so weiter.
Jeden Abend ist Turnritual - mit Hundespringen - Gestampfe und Sofahüpfen. Seine Kinder dürfen ja!!! - wieso nicht !!!!
WIr können nervlich bald nicht mehr!!!

Was können wir tun - ich will doch bloss in Ruhe Leben - aber wenn Jemand immer nur Recht hat und sich wirklich nichts sagen lässt - es gibt - da er ja im Recht ist - keinerlei Kommunikation mehr zwischen uns und ihm. Sollen wir denn noch sonst was tun müssen ......??
Gegenseitige Rücksichtnahme kennt der Familienvater nicht und auch nicht die Mutter. Die Kinder werden es wohl niemals kennenlernen. Selbst die Eltern stampfen aus Boshaftigkeit - ich/wir können es nur ableiten - aber dem ist schlussendlich so - auf dem Parkettboden mit Absicht.

Balsam auf meine Wunden - wir sind nervlich schon sehr angekratzt und fragen nun - bringt es uns etwas wenn wir zum Rechtsanwalt gehen - wie seht ihr die Sache/bzw. es ist schon ein immer mehr sich entwicklendes Drama. Langsam sehe ich/wir nur noch die Lösung nach 15 Jahren auszuziehen aus unserer Eigentumswohnun g.
Wir haben das Gefühl - für uns gibt es keine Rechte.........
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avatar Chris Röder
0
 
 
Wir leben in ein 2 Familienhaus. Unter uns eine Familie mit einem 12jährigen Mädchen.
Die ganze familie knallt von früh bis spät nachts die türen so heftig das, bei uns die fenster klirren, Schrankwand wackelt und unser Sohn ständig aufwacht und er hat jetzt Angst ins Bett zu gehen. Wir sitzen jeden Abend bis zu einer 1/2 Stunde am Bett bis er eingschlafen ist. Das geht schon so lange. wir waren beim Vermieter er kann nichts machen. Das müssen wir mit denen ausmachen. Wir haben auch schon paarmal mit denen geredet. Dabei haben sie mich beleidtigt und gesagt dass das nochmal sein . Wir schreiben schon Buch darüber.
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avatar Marianne
+4
 
 
Seit 25 Jahren bewohne ich ein Reihenhaus. Vor 5 Jahren bekam ich neue Nachbarn mit mittlerweile 4 Kindern im Alter von 5-11 Jahren, die mehrmals wöchtlich auch noch Besucherkinder einladen. Bisher war mir nicht bewußt, wie hellhörig unser Haus ist. Durch Verlegung von Laminat mit schlechter Dämmung, hört man jeden Schritt. Der Teppich auf der Treppe wurde enfernt.Die Kinder sind hyperaktiv , die ständig Treppen hinauf und hinunter springen, Türen schmeißen, Zornesausbrüche durch ohrenbetäubendes Trampeln zum Ausdruck bringen. Auch eine Familienhelferi n (Jugendamt) die 1x wöhenlich kommt, hat bisher nicht für Ruhe sorgen können. Gespräche mit den Eltern führten zu nichts. Es wurde mit den Schultern gezuckt und geantworte: Sind halt Kinder.
Ich fühle mich völlig rechtlos. Ständig hört man Kinderlärm ist Zukunftsmusik. Wenn Rücksichtslosigke it und völlige Intoleranz Zukunftsmusik ist, habe ich Angst vor der Zukunft. Ich bin selber Mutter von 2 Erwachsenen Töchtern, die beide studieren und sehr fröhliche Kinder waren und sind. Jedoch habe ich sie dazu erzogen respekt- und rücksichtsvoll mit anderen Menschen umzugehen. Ich selbst habe Tinnitus bekommen und wollte das Haus verkaufen, hänge jedoch sehr daran und an meinem Garten. Nie hätte ich gedacht, daß es solche Nachbarn gelingt, sich in seimen eigenem Haus nich mehr zu Hause zu fühlen. Leider kann man nichts gegen solche Leute unternhemen, da die Gerichte immer zu Gunsten der Kinder entscheiden.
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avatar Molly
+2
 
 
Gibt es hier eigentlich Jemanden, der einem Tips geben könnte in besonders hartnäckigen Fällen?
Wir haben ein 4Zi.Wohnung, haben aber nur in EINEM!! Nachtruhe. Wir schlafen zu viert in diesem Zimmer.
Seit 1,5 Jahren kann in den anderen drei Zimmern nicht geschlafen werden. Kreischen des Kindes, Stampfen der Mutter, Türen knallen, Kreischen, Stampfen, Türenknallen, Kreischen, Stampfen, Türen.....jede Nacht, im Stundenrythmus, manchmal alle halbe Stunde.
Unsere Kinder wollen im Alter von sechs nicht mehr mit uns in einem Zimmer schlafen, das haben wir jetzt auch schon die sechs Jahre mehr oder weniger getan. Das muß man sich mal vorstellen: die egoistischen, ignoranten, penetranten Asozialen über uns haben jeder ein eigenes Zimmer, können schlafen, Musik hören/ machen, auf dem Boden bollern, Mamis Schuhe stöckeln, wann sie wollen und wir quetschen uns nachts alle in ein Zimmer. Was können wir tun? Wir sehen auch nicht ein, deswegen umzuziehen, Geld und Kraft zu investieren!!
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avatar Carmen
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Ich finde auch das es Grenzen gibt. Aber manche Nachbarn suchen doch nur nach Gründen um sich zu beschweren. Auch über mir wohnt ein solcher Nachbar den alles stört. Da ich alleinerziehend bin und mit meinen Kindern (3 J + 11 J) alt allein wohne erledige ich manche Hausarbeiten noch nach 22 Uhr. Doch diese Nachbarin stört dies. Sie meint das ich mit Absicht Krach mache, was jedoch nicht der Fall ist. Auch wenn ich kurz in den Keller gehe und meine kleine Tochter (3J) so um 23.00 Uhr wach wird und nach mir ruft, fühlt sie sich gestört. Finden sie das nicht übertrieben. Ich meine es wird auch oft übertrieben. Ich denke das ich meine Kinder einige Regeln beibringen kann aber es bleiben doch Kinder.
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avatar Cornelia Stephan
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Cornelia
Auch wir wohnen unter solchen ignoranten Trotteln. Manchmal habe ich das Gefühl, die Mutter wartet nur darauf das ich von Arbeit komme um ihre Kinder richtig toben zu lassen. Nicht nur die Kinder nerven, nein am schlimmsten ist die Mutter, sie brüllt den ganzen Tag, Kinder und Mann brüllen dann mt. Und.. Kinderlärm- richtig-muß man aushalten. Aber wer sagt eigentlich das man auch den Lärm der Eltern aushalten muß?
Wir haben schon Post vom Vermieter bekommen weil unser Sohn (16) Musik hört- auch Kinderlärm, oder?
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avatar Claire
+1
 
 
Da soll noch jemand Lust haben, Kinder in die Welt zu setzen! Ich habe mir das längst aus dem Kopf geschlagen, obwohl ich das früher wollte. Aber mir reicht schon die Belästigung durch meine Nachbarn, die seit 10 Jahren über mir wohnen und die mich um so manche Nacht gebracht haben - wenigstens darf unser kinderfreundlic her Staat mir als nicht zuletzt durch chronischen Schlafmangel derzeit arbeitsunfähige Beamtin ein wenig Geld überweisen.
Eigentlich könnte ebenjener Staat doch auch per Gesetz dafür sorgen, dass lärmgedämmte Wohnungen gebaut werden müssen, das würde Mehrparteienhau sbewohnern viel Verdruss sparen. Sonst gibt es doch auch für jeden Sch*** Gesetze!
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avatar Roswitha
+5
 
 
Ich bin ebenfalls der Meinung, daß Kinder durchaus rücksichtsvoll erzogen werden können, auch im Kleinkindalter, denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Habe selbst eine Tochter großgezogen - allein - und war immer berufstätig. Aber ich habe meiner kleinen Tochter damals von Anfang an liebevoll zu verstehen gegeben, daß in einem Mietshaus, wo mehrere menschen wohnen, auch zu gegebener Zeit Ruhe sein kann. Sie hat früh mitbekommen, daß man anderen Menschen auch die ruhe gönnen kann, die einem selbst zusteht. Und ein Bobbycar in der Wohnung, sowas gabs schon gar nicht und hat auch dort nichts zu suchen. Wenn Eltern der Meinung sind, Kinder dürfen zu jeder zeit alles, so ist das eingentlich deren Macht- und Ratlosigkeit, auch fehlendes Taktgefühl.
Meine Tochter war durchaus in der Lage zu verstehen, daß man mit Bobbycars, Dreirädern und ähnl. wunderbar draußen spielen konnte. Alles zu seiner Zeit und Ort. Selbst wenn Regenzeit angesagt ist, können Kinder akzeptieren, daß mal ruhigere Zeiten angesagt sind---und meine Tochter hatte dann eine wunderbare Beschäftigung, alle halbe Stunde zum Fenster zu laufen um nachzusehen, ob es aufgehört hatte zu regnen. Dabei entdeckte und beobachtete sie dann wieder andere Sachen und war so ständig in Bewegung und kreativ gefördert. Ich habe dann die Sachen mitgemacht sobald es meine Zeit erlaubte, und wenn es nur für ein paar Minuten war.
Meine Tochter ist heute 29 Jahre alt und hat immer noch die gleichen kreativen Ideen, wie damals und den Sinn für Muße-----und aber auch für Diskokrach, wenn es mal an der Zeit ist.
Wenn Kinder früh lernen, Rücksicht auch auf Andere zu nehmen, lernen Sie Grenzen setzen und Verantwortung. Diese Fähigkeiten scheinen heute keinen Wert mehr zu haben, darum läßt man Kinder immer alles und zu jeder Zeit machen, was sie wollen. Was dabei herauskommt, sehen wir an der heutigen Jugend und dem Komasaufen!!! Völlige Leere und Machtlosigkeit über sich selbst und sein Leben.
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avatar Stefan
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Da hilft nur, mit gleicher Münze zurückzahlen! Rausfinden wann die Ruhezeiten der störenden Nachbarn sind, was man an der plötzlichen angenehmenStill e sofort bemerkt. Und dann bei Gelegenheit selber Krach machen, der aber "unabsichtlich" sein könnte. Zb Duschen oder Baden, Waschmaschine an, Staubsauger etc...
Ich habe damit eine Krachfamilie unter mir kurriert, deren Gören immer im Treppenhaus toben mussten. Meine beschwerden waren denen egal, bis sie selber Beschwerden hatten. Ich habe dann klargemacht das mir das AUCH egal ist, oder wir einigen uns auf gegenseitige Ruhe!
Nur so geht das!! Vor Gericht leider keine Chance!
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