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25 Ideen zum Energiesparen im Haus

Mit einer umfassenden energetischen Sanierung, guter Dämmung und neuer Heizung lässt sich fast jeder Altbau in ein modernes Effizienzhaus verwandeln. Aber auch kleine Maßnahmen helfen, die Heiz- und Stromkosten zu senken und die Umwelt zu entlasten. Die Bausparkasse Schwäbisch Hall hat 25 Spartipps zusammengestellt, die die Bandbreite der Energieeinsparungen im eigenen Zuhause aufzeigen.


1. Heizung checken
Damit die Heizungsanlage effektiv arbeitet, sollte man sie regelmäßig von einem Fachmann warten lassen. Mit einem hydraulischen Abgleich, der für die gleichmäßige Verteilung der Wärme sorgt, können bis zu zehn Prozent der Heizkosten gespart werden. Viele Heizungsinstallateure bieten einen standardisierten Heizungscheck an, der Auskunft über Optimierungsmög-lichkeiten gibt und verrät, ob ein Kesseltausch sinnvoll ist.

2. Heizungspumpe austauschen
Die elektrisch betriebenen Umwälzpumpen in der Heizung sind oft der größte Stromschlucker im Haus. Mit hocheffizienten Pumpen kann man gegenüber älteren, von der Leistung meist überdimensionierten Standard-modellen bis zu 80 Prozent Strom sparen – in einem Einfamilienhaus macht das knapp 100 Euro im Jahr aus. Ein Pumpenaustausch kostet rund 500 Eu-ro, von der KfW gibt es bis zu 100 Euro Zuschuss.

3. Heizung umrüsten

Eine Heizungsmodernisierung, ist keine kleine, aber fast immer eine sinn-volle Investition – insbesondere, wenn der alte Gas- oder Ölkessel schon 20 Jahre oder mehr auf dem Buckel hat. Diese Geräte haben deutlich schlechte-re Wirkungsgrade als moderne Brennwertheizungen, die den eingesetzten Brennstoff nahezu vollständig in nutzbare Heizwärme umsetzen. Mit einem Kesseltausch lässt sich daher rund ein Viertel der Heizkosten sparen. Wird die neue Heizung gleich mit einer Solaranlage kombiniert, beträgt die Er-sparnis sogar bis zu 40 Prozent. Die Kosten für eine neue Brennwertheizung liegen etwa bei 7.000 bis 10.000 Euro.

Wer seine Heizung modernisiert, sollte auch die Umrüstung auf erneuerbare Energien, also einen Pelletkessel oder eine Wärmepumpe, in Erwägung zie-hen. Diese sind zwar in der Anschaffung deutlich teurer (Pelletkessel 10.000 bis 14.000 Euro plus Lagerraum; Wärmepumpe 12.000 bis 20.000 Euro), haben aber Vorteile bei Verbrauchskosten und Umweltbilanz. Außerdem gibt es für die Anschaffung staatliche Zuschüsse.

4. Wärme speichern
Ein Pufferspeicher, in dem die Wärme gesammelt wird, hat den Vorteil, dass die von einer Solaranlage oder einem Holzofen erzeugte Wärme hier „zwischengelagert“ werden kann, bis sie benötigt wird – was wiederum den Heizkessel entlastet.

 
5. Heizungsrohre dämmen

Heizungsrohre sollen nicht den Keller heizen. Das verhindern leicht anzu-bringende Dämmstoff-Schläuche aus Schaumstoff, die über die Rohre ge-stülpt werden. Kosten pro Meter: ab fünf Euro – Einsparpotential: bis zu acht Prozent der Heizkosten.
 
6. Im Spargang waschen
Beim Wäschewaschen wird der größte Teil der Energie für das Erwärmen des Wassers benötigt. Ein Waschgang bei 30 °C verbraucht 70 Prozent we-niger Strom als bei 60 °C – die Wäsche wird aber meist ebenso sauber.

7. Kühlgeräte kühl stellen
Der Kühlschrank gehört nicht neben den Backofen, die Gefriertruhe nicht in die Küche: Schon 1 °C weniger Raumtemperatur spart bei Gefriergeräten drei Prozent Strom.

8. Kellerdecke dämmen
Bleibt der Keller ungeheizt, kann man sich die Dämmung zum Erdreich hin sparen. Dann genügt es, die Kellerdecke mit einer Dämmstoffschicht zu versehen, um den Fußboden von Haus oder Wohnung zu isolieren. Eine 4–6 cm dicke Dämmschicht aus Polystyrol ist ausreichend, um dem Wärmever-lust Grenzen zu setzen und im Erdgeschoss für warme Füße zu sorgen. Kos-ten von ca. 25 Euro pro m2 stehen mögliche Einsparungen von bis zu acht Prozent gegenüber.

9. Rollläden regeln

Automatisch geregelte Rollladen-Motoren schließen die Rollläden im Winter so rechtzeitig, dass durch die zusätzliche Wärmeisolation bis zu zehn Prozent weniger Energie verloren gehen. Kosten: zwischen 50 und 200 Euro plus Einbau.

10. Fenster austauschen

Im Altbau weisen die Fenster meist die schlechtesten Wärmedämmwerte auf. Auch doppelt verglaste „Thermopane-Fenster“, die seit den 70er Jahren eingesetzt wurden, sind überholt. Der U-Wert, der den Wärmedurchgang durch Baustoffe beziffert, ist von 5 bei Einscheiben- über 3 bei Doppelver-glasung auf 1,1 beim heutigen Standard und sogar 0,6 beim dreifach ver-glasten Passivhausfenster gesunken. Am sinnvollsten ist der Austausch im Zuge der Fassadensanierung. Das Einsparpotential liegt bei bis zu 25 Pro-zent, die Kosten für Rahmenmaterial und Wärmeschutz-Standard zwischen 350 und 1.000 Euro pro m2.

11. Rollladenkästen ausstopfen

In Altbauten sind die Rollladengehäuse oft große Wärmelecks, da nur eine Spanplatte den Innenraum von der Außenwelt trennt. Mit Systemen aus dem Baumarkt für etwa 25 Euro (ohne Einbau) sind sie relativ leicht und kostengünstig nachträglich zu dämmen.

12. Fußbodenheizung einbauen
Die Installation einer Fußbodenheizung bringt meist eine Heizkostenerspar-nis von mehr als zehn Prozent. Der Grund: Da die Wärme über eine große Fläche abgegeben wird, reicht eine deutlich niedrigere Temperatur des Heizwassers aus. Vor allem Solaranlagen, Wärmepumpen und Brennwert-kessel arbeiten so besonders effizient.

13. Mit Holz heizen
Ein mit Holz befeuerter Kamin- oder Kachelofen ist nicht nur gemütlich, sondern reduziert auch Heizkosten und CO2-Emissionen. Wichtig sind die Speicherfähigkeit des Ofens und der Anschluss ans zentrale Heizsystem. Über einen Wärmetauscher können bis zu 70 Prozent der Wärme ans Heiz-wasser abgegeben und in einem Pufferspeicher gesammelt werden.

14. Effizient kühlen
Das EU-Label mit seiner Farbskala von Rot bis Grün ist beim Kauf von Haushaltsgeräten eine unverzichtbare Orientierungshilfe. Besonders groß sind die Fortschritte in puncto Energieeffizienz bei Kühlschränken. Die sparsamsten Geräte sind mit „A++“ gekennzeichnet und verbrauchen nur noch halb so viel Strom wie die ursprünglich beste Effizienzklasse „A“.

15. Haus warm einpacken
Wer es mit Energiebilanz und Klimaschutz ernst meint, muss sich um die Wärmedämmung der Fassade kümmern. Optimal ist eine Dämmung von außen: Hier kommt ein Wärmedämmverbundsystem aus Kunststoff-, Mine-ral- oder Naturfasern (Kosten: 100 – 125 Euro pro m2) in Frage oder eine vorgehängte, hinterlüftete Fassade (ab ca. 150 Euro pro m2). Ist eine Außen-dämmung nicht möglich (z.B. bei Klinkerbauten oder denkmalgeschützten Häusern), muss man auf Innendämmung (ab 70 Euro pro m2) oder bei zwei-schaligem Mauerwerk auf Kerndämmung (bereits ab ca. 20 Euro pro m2) ausweichen.

16. Automatisch lüften

Je besser die Wärmedämmung, desto größer der Anteil der Wärme, die beim Lüften verloren geht. Deswegen ist eine Lüftungsanlage im Neubau fast schon Standard. Aber auch bei der Grundsanierung von Altbauten kann man sie nachrüsten. Sie saugt aus Bad, WC und Küche warme und feuchte Luft ab, während über Ventile in der Außenwand oder in den Fenstern frische Luft nachströmt. Mithilfe eines Wärmetauschers kann man der Abluft sogar die Wärme entziehen und damit die Zuluft vorwärmen. Kosten: ab ca. 7.000 Euro für ein Einfamilienhaus. Einsparpotential: bis zu 20 Prozent.

17. Geschirr mit der Maschine spülen

Beim Spülen mit einer modernen Geschirrspülmaschine wird weniger Wasser und Energie verbraucht als beim Abwasch von Hand – vorausgesetzt, man stellt den Geschirrspüler erst an, wenn er voll ist. Ideal ist es, wenn die Maschine direkt an die Warmwasserleitung angeschlossen werden kann.

18. Mit Sparkopf duschen
Wer täglich fünf Minuten duscht, kann durch die Verwendung eines Spar-Duschkopfs den Wasserverbrauch um rund 14.000 Liter im Jahr reduzieren. Das spart gleichzeitig viel Energie für die Erwärmung des Duschwassers.

19. Ausschalten
So einfach wie wirkungsvoll: Lampen und Elektrogeräte, die man gerade nicht benötigt, konsequent ausschalten. PC, TV-Geräte & Co. am besten ganz vom Netz nehmen, um unnötige Stand-by-Verluste zu vermeiden. Am bequemsten geht das mit einer schaltbaren Steckdosenleiste: Bewegungs-melder oder Schalter mit Zeitautomatik sorgen dafür, dass Licht in wenig genutzten Räumen nicht unnötig brennt.

20. Temperatur regeln

Programmierbare Einzelthermostaten steuern die Temperatur in jedem Raum gezielt und bedarfsgerecht. Das macht sich bei den Heizkosten bemerkbar: Ein Grad weniger Raumtemperatur spart bis zu sechs Prozent Energie.

21. Wärmebrücken vermeiden

Alle Stellen der Gebäudehülle, die besonders viel Wärme nach außen ablei-ten, werden Wärmebrücken genannt. Das können Fensterbänke oder Tür-stürze sein, Heizkörpernischen, Konstruktionsfehler in der Dämmung oder Metallteile in der Wand. Wärmebrücken erhöhen nicht nur den Energiebe-darf, sondern auch das Durchfeuchtungsrisiko, weil hier Wasserdampf kon-densiert. Eine Thermografie, bei der eine Wärmebildkamera die Wärme-strahlung des Hauses dokumentiert, entlarvt die Schwachstellen und weist den Weg zur Sanierung und nachträglichen Dämmung.

22. Glühlampen auswechseln
Energiesparlampen sind zwar nicht unbedingt beliebt – wer konsequent Strom sparen will, kommt an ihnen aber nicht vorbei. Die komplette Um-stellung auf Sparlampen kann 80 Prozent der Stromkosten für die Beleuch-tung einsparen. Beim Kauf auf die Lichtfarbe achten: „extra-warm-weiß“ entspricht dem gemütlichen Licht einer Glühlampe.

23. Dach dämmen

Sehr viel Wärme geht beim unsanierten Altbau durch das Dach verloren. Und im Hochsommer kann es dort unerträglich heiß werden. Eine Dämmung ist also hier sowohl Kälte- wie Wärmeschutz und verbessert das Raumklima erheblich. Besonders wirkungsvoll ist eine Aufsparrendämmung, für die allerdings anschließend neu eingedeckt werden muss, weshalb sie nur bei einer Komplettsanierung des Dachs wirtschaftlich ist. Die übliche Lösung ist eine Zwischensparrendämmung, bei der Dämmfilze zwischen die Sparren geklemmt, mit Folie abgedichtet und dann verkleidet werden. Kosten: ab 150 Euro pro m2, bei einem Einsparpotential von 15 Prozent. Bleibt der Dachboden ungeheizt, wird die Dämmung einfach auf die oberste Ge-schossdecke aufgebracht. Eine Stärke von 26–30 cm ist sinnvoll, die Verle-gung können auch leidlich talentierte Heimwerker übernehmen. Wichtig ist die lückenlose Verlegung an Dachkonstruktion und Schornstein. Kosten: 25 Euro pro m2. Einsparpotential: bis zu zehn Prozent.

24. Mit der Sonne heizen

Eine thermische Solaranlage ist eine ideale Ergänzung zur Heizung. Die von den Kollektoren eingefangene Sonnenwärme kann entweder nur das Trink-wasser erwärmen oder zusätzlich auch zur Raumheizung genutzt werden. Für kleinere Trinkwasseranlagen benötigt man bei einem Einfamilienhaus eine Kollektorfläche von 4–6 m2. Eine solche Anlage kostet rund 5.000 Euro und liefert etwa 60 Prozent der für die Warmwasserbereitung benötigten Energie. Größere Anlagen zur Heizungsunterstützung kosten ab 10.000 Euro und können bis zu 30 Prozent der Heizkosten einsparen. Vom Bund gibt es für die Installation einer Solaranlage attraktive Zuschüsse.

25. Solarstrom produzieren
Eine Photovoltaikanlage wandelt Sonnenlicht in elektrischen Strom um. Aus Energiesparern werden damit Energieproduzenten. Für private Hausbesitzer wird die Investition durch die gesetzlich garantierte Einspeisevergütung lukrativ – auch falls diese, wie von der Bundesregierung geplant, für neue Anlagen weiter reduziert wird. Pro Kilowatt (kW) Leistung muss man mit Kosten von rund 3.300 Euro rechnen und kann andererseits mit einem jähr-lichen Ertrag von 900 Kilowattstunden (kWh) Solarstrom kalkulieren. Bei der aktuellen Vergütung von 39,14 Cent pro kWh erhält man pro kW Leis-tung 352 Euro pro Jahr – macht in 20 Jahren 7.040 Euro.
 

 

 
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